Frau im Sweetmyo MyoSuit mit Strata Hub sitzt lächelnd auf dem Sofa im abendlichen Wohnzimmer

Was ist EMS? Muskeltraining.
Mit elektrischen Impulsen.

EMS steht für elektrische Muskelstimulation. Elektroden auf der Haut geben Impulse ab, die deine Muskeln zum Anspannen bringen.

EMS einfach verstehen

01 / Einfach verstehen

Was ist EMS?

Bei einer bewussten Bewegung sendet dein Gehirn Signale über die Nerven an deine Muskeln. Elektrische Signale werden entlang der Nerven weitergeleitet. So kannst du zum Beispiel den Arm heben oder das Bein bewegen.

EMS steht für elektrische Muskelstimulation. Dabei gelangen kontrollierte elektrische Impulse über Elektroden auf der Haut zum neuromuskulären System, also zu den Nerven und Muskeln. Sie können eine Muskelkontraktion auslösen: Der Muskel zieht sich zusammen und entspannt sich in den Pausen.

  1. 01

    Elektroden auf der Haut.

    Sie geben den elektrischen Reiz ab.

  2. 02

    Nerven werden aktiviert.

    Sie leiten die Aktivierung an den Muskel weiter.

  3. 03

    Der Muskel spannt sich an.

    Kontraktionen und Pausen wechseln sich ab.

Was ist WB-EMS? (Ganzkörper-EMS)

Mehrere Bereiche gleichzeitig.

WB-EMS steht für Whole-Body Electromyostimulation, auf Deutsch Ganzkörper-Elektromyostimulation. Anders als bei lokaler EMS, etwa einem Bauchgurt, werden mehrere große Muskelbereiche am Ober- und Unterkörper gleichzeitig stimuliert.

Sweetmyo ist ein Ganzkörper-EMS-System: Sechs Bereiche werden über zwölf integrierte Elektroden stimuliert und lassen sich individuell steuern.

WB-EMS · Definition in der Forschung

Frau im MyoSuit von vorn und von hinten, die zwölf Elektrodenflächen leuchten grün
Brust, Bauch, oberer Rücken, unterer Rücken, Po und Oberschenkel. Je zwei Elektroden pro Bereich teilen sich einen Kanal.

02 / Muskeln in jeder Lebensphase

Starke Muskeln.
Heute und in Zukunft.

  1. 35–50 Jahre

    Kraft aufbauen.

    Muskeln trainieren. Eine Basis fürs Leben schaffen.

  2. 50–65 Jahre

    Kraft bewahren.

    Ohne schwere Zusatzgewichte beweglich und aktiv bleiben.

  3. 65+ Jahre

    Muskelmasse erhalten.

    Mobilität und Lebensqualität erhalten. Selbstständig bleiben.

03 / Was bringt mir EMS?

Eine weitere Möglichkeit,
deine Muskeln zu trainieren.

  1. 01

    Kraft trainieren. Regelmäßig.

    Regelmäßiges WB-EMS kann Muskelkraft und Muskelmasse verbessern. Trainingsreiz, Regelmäßigkeit und Erholung gehören zusammen.

  2. 02

    Mehrere Bereiche zugleich.

    Große Muskelbereiche werden gleichzeitig angesprochen. Bei Sweetmyo steuerst du sechs Bereiche individuell.

  3. 03

    Ohne schwere Zusatzgewichte.

    Die Stimulation setzt den Trainingsreiz. Du kannst sie mit leichten Bewegungen kombinieren, ohne schwere Hanteln zu benötigen.

EMS ergänzt deine Möglichkeiten für Muskeltraining. Ausdauer, Koordination und Bewegung im Alltag bleiben wichtig.

04 / Drei wichtige Fragen

Was du vor dem Start wissen solltest.

01Wie fühlt sich EMS richtig an?

Du spürst ein Kribbeln und merkst, wie sich deine Muskeln im Rhythmus der Impulse anspannen und wieder entspannen. Die Intensität sollte deutlich spürbar, aber gut kontrollierbar sein. Schmerzen gehören nicht dazu.

Bei Schmerzen, Brennen, Schwindel oder Unwohlsein: Stoppe die Stimulation sofort und kläre die Ursache, bevor du weitertrainierst.

02Für wen ist WB-EMS nicht geeignet?

Ob WB-EMS für dich geeignet ist, hängt auch von deiner Gesundheit ab. Bei bestimmten Erkrankungen oder gesundheitlichen Umständen darfst du kein WB-EMS-Fitnesstraining durchführen. Bei anderen ist es nur mit ärztlicher Freigabe und entsprechend qualifizierter Betreuung möglich.

Prüfe deshalb vor dem Start die folgenden Ausschlussgründe und beachte die Hinweise in der Gebrauchsanweisung.

Absolute Kontraindikationen · Nicht anwenden
  • Akute Erkrankungen, bakterielle Infektionen oder Entzündungen
  • Frische Operationen im Stimulationsbereich
  • Arteriosklerose oder arterielle Durchblutungsstörungen
  • Stents oder Bypässe seit weniger als sechs Monaten
  • Unbehandelter Bluthochdruck
  • Schwangerschaft
  • Elektronische Implantate, etwa Herzschrittmacher
  • Herzrhythmusstörungen
  • Schwere Blutungsstörungen oder Blutungsneigung
  • Neurologische Erkrankungen, Nervenstörungen oder Epilepsie
  • Bauchwand- oder Leistenbruch
  • Akuter Einfluss von Alkohol, Drogen oder Rauschmitteln
Relative Kontraindikationen · Vorher ärztlich klären
  • Diabetes Typ 1 oder 2; Tumor- oder Krebserkrankungen
  • Ungeklärte akute Rückenschmerzen; akute Nervenschmerzen oder Bandscheibenvorfälle
  • Nicht-elektronische Implantate seit mehr als sechs Monaten
  • Erkrankungen innerer Organe, besonders der Nieren; Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  • Bewegungs- oder Reisekrankheit; ausgeprägte Flüssigkeitseinlagerungen oder Ödeme
  • Wunden, Ekzeme oder Verbrennungen im Elektrodenbereich
  • Medikamente im Zusammenhang mit diesen Erkrankungen

Einordnung nach deutschem WB-EMS-Konsens 2024; keine individuelle Eignungsprüfung. Konsens 2024

03Was ist beim ersten Mal wichtig?
  1. Vorbereitet starten.

    Vorher essen, ausreichend trinken und Elektrodenkontakt sowie Anzug prüfen lassen. Lass dich von einer qualifizierten Fachperson vor Ort begleiten.

  2. In Ruhe kennenlernen.

    Bei deinen ersten Anwendungen lernst du die Impulse und deine Reaktion darauf kennen. Starte mit niedriger Gesamtintensität und kürzerer Dauer. Erhöhe die Intensität langsam: Die Impulse sollen gut kontrollierbar sein und dürfen nicht schmerzen.

    Passe anschließend jeden Körperbereich einzeln an. Ist der Reiz zu stark, reduziere ihn. Ist er schwach oder nicht spürbar, prüfe zuerst Kontakt und Sitz, bevor du vorsichtig nachregelst.

  3. Schritt für Schritt aufbauen.

    Trainiere in den ersten acht bis zehn Wochen höchstens einmal pro Woche. In dieser Phase steht die Gewöhnung im Mittelpunkt, nicht hohe Intensität. Diese Eingewöhnung ist bereits Training und bereitet dich auf intensivere Einheiten vor.

    Dein Ziel: Lerne deine Körperempfindungen kennen und finde einen gut verträglichen Trainingsrhythmus. Steigere die Intensität behutsam, ohne hohe Belastung oder Ausbelastung.

  4. Erholung einplanen.

    Nach der Eingewöhnung hältst du zwischen intensiven WB-EMS-Einheiten mindestens vier Tage Pause ein.

* Muskelmasse, Hautempfindlichkeit und die Reaktion von Nerven und Muskeln unterscheiden sich von Person zu Person und von Körperbereich zu Körperbereich. Deshalb gibt es keinen pauschal passenden Intensitätswert. Die Einstellung muss individuell erfolgen; das eigene Empfinden allein schließt eine Überlastung jedoch nicht zuverlässig aus.

* Starke Muskelschmerzen, deutliche Schwäche oder dunkler Urin nach dem Training müssen rasch medizinisch abgeklärt werden.

Internationale WB-EMS-Empfehlung · 2023

05 / Für alle, die mehr wissen möchten

Technologie, Studien und Hintergründe.

Öffne das Thema, das dich interessiert.

01Technologie: Wie wird der Reiz gesteuert?
Intensität
Wie stark der elektrische Reiz ist.
Rhythmus und Pausen
Wie lange Muskeln angespannt werden und sich erholen.
Elektrodenkontakt
Wo und wie der Reiz an den Körper gelangt.

Nicht nur die Stärke des Impulses zählt. Auch seine Form, sein Rhythmus und die Pausen bestimmen, wie die Stimulation abläuft und wie du sie wahrnimmst. Deshalb kann EMS unterschiedlich eingesetzt werden: mit längeren Anspannungsphasen oder mit kürzeren, wechselnden Impulsen.

Wie Sweetmyo diese Impulse steuert, erfährst du auf unserer Technologie-Seite.

Sweetmyo Technologie entdecken
OpenStax-Lehrbuchgrafik zur motorischen Endplatte und Verbindung zwischen Nerv und Muskelfaser
Die Verbindung zwischen Nerv und Muskel. Lehrbuchgrafik mit englischen Beschriftungen. OpenStax · CC BY 4.0

Das Signal verstehen

Stärke. Rhythmus. Erholung.

Wähle einen Begriff und entdecke, was sich im Signal verändert.

Schematische Darstellung der Signalintensität: Höhere Impulse veranschaulichen eine größere Amplitude. Es sind keine konkreten Geräteeinstellungen dargestellt.ReizZeit →
Die Amplitude beschreibt die Stärke des elektrischen Signals. Wie stark du es wahrnimmst, hängt auch vom Hautkontakt und der Elektrodenposition ab.
Schematische Darstellung der Impulsfrequenz: Dichter aufeinanderfolgende Impulse veranschaulichen eine höhere Wiederholungsrate. Die Grafik zeigt keine Trägerfrequenz und keine konkreten Geräteeinstellungen.ReizZeit →
Die Impulsfrequenz beschreibt, wie oft ein Impuls wiederkehrt. Sie ist bei mittelfrequenten Verfahren von der Trägerfrequenz zu unterscheiden.
Schematische Darstellung von Belastung und Pause: Zwei Gruppen von Impulsen werden durch eine Ruhephase getrennt. Es ist keine konkrete Trainingsdauer dargestellt.ReizZeit →
Auf eine Phase mit Stimulation folgt eine Pause. Die Verteilung von Belastung und Ruhe ist Teil eines Trainingsprotokolls und beeinflusst die Ermüdung.

Vereinfachtes Schema · keine Empfehlung für Geräteeinstellungen. Quelle: FDA

02Studien: Was ist über die Wirkung bekannt?

01 / Gesamtevidenz · Kemmler et al., 2021

Kann WB-EMS Muskeln stärken?

Untersucht: Eine Metaanalyse mit 16 Studien und 897 nicht-athletischen Erwachsenen.

Ergebnis: Statistisch signifikante Verbesserungen der Muskelmasse sowie der maximalen Bein- und Rückenstreckkraft. Für Körperfett fand diese Analyse keinen statistisch gesicherten Gesamteffekt.

Die Trainingsbedingungen und Teilnehmenden unterschieden sich zwischen den Studien.

Metaanalyse lesen

02 / Direkter Vergleich · Kemmler et al., 2016

Wie schneidet WB-EMS im Vergleich zu Krafttraining ab?

Untersucht: 48 gesunde, untrainierte Männer zwischen 30 und 50 Jahren trainierten 16 Wochen mit WB-EMS oder intensivem Krafttraining.

Ergebnis: Beide Gruppen verbesserten fettfreie Körpermasse und Beinstreckkraft. Für diese Größen zeigte sich kein statistisch signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen.

Das beweist keine allgemeine Gleichwertigkeit. Die Aussage gilt für die untersuchten Gruppen und Trainingsprotokolle.

Vergleichsstudie lesen

03 / Training im Alter · von Stengel et al., 2015

Was zeigen Studien bei älteren Menschen?

Untersucht: Die TEST-III-Studie begleitete 76 Frauen ab 70 Jahren mit niedriger Knochendichte über rund ein Jahr.

Ergebnis: Die WB-EMS-Gruppe zeigte im Vergleich zur Kontrollgruppe günstige Veränderungen der fettfreien Körpermasse und der Griffkraft.

Diese Ergebnisse betreffen eine bestimmte Gruppe älterer Frauen. Daraus folgt keine allgemeine Aussage zur Behandlung von Osteoporose.

TEST-III-Studie lesen

Die beiden Einzelstudien ergänzen die Gesamtschau um konkrete Beispiele; sie sind keine drei voneinander unabhängigen Evidenzpakete. Die Untersuchungen betreffen WB-EMS unter definierten Bedingungen und Betreuung. Sie sind keine produktspezifischen Wirksamkeitsnachweise für Sweetmyo und kein individuelles Ergebnisversprechen.

03Hintergründe: Woher kommt EMS?

Elektrische Muskelstimulation ist keine neue Idee. Sie entwickelte sich aus der Erforschung von Nerven und Muskeln zu unterschiedlichen Anwendungen in Medizin und Training.

Woher kommt EMS? Entwicklung in Etappen
ZeitraumEntwicklung
1780er–1790erGalvani untersucht den Zusammenhang zwischen Elektrizität und Muskelbewegung. Quelle
19. JahrhundertDuchenne entwickelt Verfahren der elektrischen Stimulation für medizinische Anwendungen weiter. Quelle
2000er-JahreGanzkörper-EMS etabliert sich als kommerzielles Trainingsangebot in Deutschland. Quelle
2016Erste gemeinsame Empfehlungen zur sicheren WB-EMS-Anwendung werden veröffentlicht. Quelle
2023Eine internationale Expertengruppe aktualisiert die Anwendungsempfehlungen. Quelle
2024Der deutsche Konsens aktualisiert die absoluten und relativen Kontraindikationen. Quelle
Kupferstich zu Galvanis Experiment: Eine Hand verbindet Nerv und Schenkel eines Froschs mit einem Metallbogen, gestrichelte Linien zeigen das Zucken der Beine
Historische Illustration eines Galvani-Experiments. Gemeinfrei. Wikimedia Commons
04Quellen und Bildnachweise
Frau im MyoSuit hält ein leuchtendes Sweetmyo-Schild über dem Kopf

EMS mit Sweetmyo

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Muskeltraining zu erleben.

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